Will die Deutsche Bahn AG weitere Tote wirklich billigend in kauf nehmen?

Aber jetzt kann keiner mehr sagen: Das haben wir nicht gewusst.

Nach einem tragischen Unfall in Langenhagen-Kaltenweide bei Hannover bot die Stadt Langenhagen an, aktiv eine Präventionsmaßnahme an einem neuralgischen Punkt vorzunehmen. Es soll ein Doppelstabmatten-Zaun an einer Stelle errichtet werden, der zum illegalen Überqueren der Schienen direkt einlädt, was wiederholt Menschenleben in Gefahr gebracht hat und nun auch leider in dem tragischen und tödlichem Unfall gipfelte.

  • Wir verstehen, dass die Deutsche Bahn AG natürlich keinen Präzedenzfall schaffen will, um dann in den nächsten Jahren Milliarden Euro für Zäune an den Bahngleisen auszugeben.
  • Wir verstehen, dass die Deutsche Bahn AG natürlich auch nicht die Folgekosten tragen kann und will, die sich aus dem Errichten solcher Zäune ergeben.
  • Wir können nicht verstehen, warum die Deutsche Bahn AG kategorisch ablehnt, dass die Stadt Langenhagen auf dem Grundstück der Bahn einen Zaun errichtet, den selbstverständlich auch die Stadt warten und instand halten würde. All das könnte man mit der Stadt Langenhagen auch vertraglich vereinbaren – ohne Kummer für alle Seiten. Aber die Deutsche Bahn AG scheint hier nicht verhandlungsbereit zu sein.

Ortslagen, wo der Zug mit bis zu 120 km/h quasi mitten durch den Ort fährt und leider in großen Bereichen weder durch einen Bahndamm noch durch einen Zaun abgegrenzt wird sind kritisch, wie hier in Kaltenweide. Wenn die Bahn es generell ablehnt, dass Städte oder Gemeinden Zäune auf eigene Kosten auf dem Grundstück der DBAG errichten, um neuralgische Gefahrenpunkte im Rahmen der Prävention zu sichern, dann muss man, wie in geschlossenen Ortschaften bereits aus dem Straßenverkehr bekannt, über eine Geschwindigkeitsbegrenzung sprechen.

In der StVO steht: “§ 3 Geschwindigkeit (1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird.”

Inhaltlich bedeutet das auch, dass man sein Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen bekommt. Natürlich gibt es da bei Zügen, aus gutem Grund, andere Regeln, aber aus unserer Sicht gilt das nur auf üblichen Bahnstrecken (Bahndamm – Lärmschutzwand), aber doch auf keinen Fall auf einem Gleisbett, was ebenerdig mitten durch den Ort führt.

Natürlich sind Züge schwerer zu bremsen als die Straßenfahrzeugen. Aus diesem Grund müsste die Geschwindigkeitsbegrenzung für Züge in offenen Ortslagen (Kein Bahndamm, kein Zaun/Lärmschutzwand) maximal 30 km/h betragen, tendenziell eher noch langsamer, um dem Satz und der vernünftigen Forderung aus der StVO gerecht zu werden.

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An dieser Stelle ist der Unfall passiert.
Unfallstelle

An dieser Stelle ist der schreckliche Unfall passiert. Diese Stelle verleitet direkt dazu die “Abkürzung” zu nehmen.

Der Zug rast hier mitten durch den Ort.

Hier rast der Zug ebenerdig durch den Ort, ohne Bahndamm, Lärmschutzwand oder Zaun.

Auf der anderen Seite des Bahnhofs gibt es eine weitere gefährliche Stelle.

Auf der anderen Seite des Bahnhofs gibt es eine weitere gefährliche Stelle, die regelmäßig von Kindern und Jugendlichen zum überqueren der Gleise genutzt wird.

Finanzielle Zuwendung durch den Ortsrat

Dem Verein “Bürger für Kaltenweide e.V.” wurde durch den Ortsrat Kaltenweide in seiner Sitzung vom 23. April 2013 eine finanzielle Zuwendung in Höhe 100 EUR zugesprochen. Wir freuen uns sehr, dass die örtlichen Politiker uns bereits 8 Wochen nach Aufnahme unserer Vereinstätigkeit diese Zuwendung zugesprochen haben. VIELEN DANK !

Vereinssitzungen

Die Termine der öffentlichen Vereinssitzungen des Vereins “Bürger für Kaltenweide e.V.” für 2013 stehen fest. Eine “Orientierungshilfe”: immer der 1. Donnerstag eines Monat.

Eine komplette Terminübersicht, sowie eine Anfahrtsskizze zum Veranstaltungsraum kann unter “Termine” bzw HIER abgerufen werden.

Gäste sind jederzeit herzlich willkommen !

Anfrage beim Bürgermeister und Frau Stahl

Update vom 19.04. und 23.04.2013, Auszüge:

Vom 23.04.2013:

Hallo Herr Villwock,

die Stadt Langenhagen hat der Deutschen Bahn AG angeboten, die Errichtung eines Zauns auf einem Bahngrundstück am Bahnhof Kaltenweide zu finanzieren. Diese Vorgehensweise hat die DB AG abgelehnt. Die DB AG und die Stadt Langenhagen befinden sich nach wie vor im Gespräch, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Juliane Stahl

 

Vom 19.04.2013:

[…]

es gab bereits ein Gespräch zwischen Vertretern der Deutschen Bahn und der Stadt Langenhagen. Dabei wurde über den Unfall am Bahnhof Kaltenweide gesprochen sowie über mögliche bauliche Maßnahmen, mit denen die Sicherheit vor Ort erhöht werden könnte.

Für eventuell konkrete Maßnahmen werden weitere Gespräche folgen. Wir können Ihnen daher noch keine neuen Ergebnisse benennen.

[…]

 

Betreff: Gespräch mit der Deutschen Bahn AG

Sehr geehrte Frau Stahl, sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sie hatten Angekündigt das für das Ende der letzten Woche Gespräche mit der Deutschen Bahn AG geplant waren. Meine Frage, haben die stattgefunden und gab es Ergebnisse? Besonders interessiert uns natürlich ob die Stadt Langenhagen einen Zaun auf das Gelände der Bahn bauen darf, da wir ihre Argumentation auch verstehen, dass ein Bau auf städtischem Grund mit viel mehr Aufwand verbunden wäre (Verlegung Fahrradständer etc.).

Vielen Dank für ihren Einsatz und ihre Bemühungen,

herzliche Grüße aus Kaltenweide,

 

Markus Villwock

 

Anfrage bei der Deutschen Bahn AG

Update vom 12.04.2013, Antwort der Deutschen Bahn AG:

Sehr geehrter Herr Villwock, den tödlichen Unfall am 07.04.2013 in Langenhagen-Kaltenweide bedauern wir sehr. Wir möchten gemäß Ihres Vorschlages, eine Einfriedung der Bahnstrecke Hannover - Bennemühlen im Bereich Langenhagen-Kaltenweide vorzunehmen, an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich bei der betroffenen Bahnstrecke Hannover-Bennemühlen um eine öffentliche Verkehrsfläche handelt (analog einer Straße), für die grundsätzlich keine Einfriedungspflicht besteht. Auf der östlichen Seite der Bahnstrecke soll eine Lärmschutzwand errichtet werden, welche eine Barriere bzgl. einer möglichen Überquerung darstellen wird. Die Planung und Bauausführung fällt in die Zuständigkeit der Stadt Langenhagen (Ansprechpartnerin ist Frau Mecke). Im Rahmen der weiteren Planungen zum Bau der Lärmschutzwand wird die Stadt Langenhagen im April zu einem Abstimmungsgespräch einladen. Wir werden bei dieser Gelegenheit dieses Thema mit der Stadt Langenhagen besprechen. Die DB Netz AG wird die Aufstellung eines Zaunes auf städtischem Grund unterstützen. Für weitere Fragen stehen wir gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Regionalbereich Nord Leiter Kundenmanagement


Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind ein Bürgerverein aus Kaltenweide bei Hannover. In der Neuen Presse Hannover wird die Deutsche Bahn wie folgt zitiert: "Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis zeig-te sich „entsetzt“ über den Unfall. Das Unternehmen werde aber keine Zäune aufstellen. Diese würden häufig innerhalb kürzester Zeit zerstört. Stattdessen appelliere er „an den gesunden Menschenverstand“. Das Überqueren sei lebensgefährlich." Nachzulesen unter: http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Kaltenweide-Kein-Zaun-fuer-das-Todesgleis

Unsere Frage lautet nun, ist das offizielle Haltung der Deutschen Bahn zu diesem Thema? Wäre es vorstellbar das die Stadt Langenhagen den Zaun auf dem Gelände der Deutschen Bahn errichtet und pflegt/unterhält?
— Mit freundlichen Grüßen, Markus Villwock -Vorsitzender- Bürger für Kaltenweide e.V. (in Gründung)

Ortsbegehung am Ort des tragischen Unfalls von Sonntag

Nachdem Anwohner Lars Beringer am Sonntag die Politik, Verwaltung und die Deutsche Bahn AG zum Handeln aufgefordert hatte, fand heute eine Begehung am Kaltenweider Bahnhof statt. Mit dabei waren Mirko Heuer, CDU Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Langenhagen, Jens Mommsen, BBL-Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen, Hans-Joachim Schorlies vom Bürgerverein Kaltenweide von 1961 e.V., Oliver Krebs vom Langenhagener Echo, Florian Windeck und Markus Villwock vom Verein Bürger für Kaltenweide e.V. und Beringer selbst.