{"id":62,"date":"2024-04-02T21:05:31","date_gmt":"2024-04-02T19:05:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buerger-fuer-kaltenweide.de\/unser-ort\/?page_id=62"},"modified":"2024-04-02T21:05:33","modified_gmt":"2024-04-02T19:05:33","slug":"bockwindmuehle","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.buerger-fuer-kaltenweide.de\/unser-ort\/sehenswuerdigkeiten\/bockwindmuehle\/","title":{"rendered":"Bockwindm\u00fchle"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.buerger-fuer-kaltenweide.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/img_5524-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6005\" style=\"width:384px;height:512px\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die heute im Ortsteil Wagenzelle der zur Stadt Langenhagen geh\u00f6rigen Ortschaft Kaltenweide stehende M\u00fchle ist nach der Inschrift im Hausbaum im Jahre 1602 durch Hans Wolders gebaut worden. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie stand bis 1878 in der Gemeinde Wennebostel (jetzt Ortschaft der Gemeinde Wedemark) an der Strasse nach Bissendorf. Sie war ununterbrochen im Besitz der Familie W\u00f6hler. Im Jahre 1878 (Jahreszahl im M\u00fchleninneren) lie\u00df Heinrich Wohler der in einen Wagenzeller Bauernhof eingeheiratet hatte, die M\u00fchle an ihren jetzigen Standort versetzen. Dabei wurden vermutlich einige Teile ausgewechselt oder repariert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bolzen im Hausbaum k\u00f6nnte aus dieser Zeit stammen, m\u00f6glicherweise auch aus dem Jahre 1904, als der Mehlbalken, auch Hammer genannt, durch Meister Lenthe (aus Kaltenweide-Hainhaus) erneuert wurde (Inschrift am Mehlbalken).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1920 erwarb die M\u00fchle in Wagenzelle Franz Raabe, vorher auch M\u00fcller auf der Kr\u00e4henwinkler M\u00fchle. Er erh\u00f6hte den Sockel der M\u00fchle, untermauerte ihn und schuf dadurch das f\u00fcr eine Bockwindm\u00fchle ungew\u00f6hnliche, aber f\u00fcr diese M\u00fchle charakteristische Aussehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1962 ist der aus Schlesien stammende Gerhard Riemer Eigent\u00fcmer der M\u00fchle. 1963 wurde der gewerbliche Betrieb der M\u00fchle, da damals schon nicht mehr durch Windkraft betrieben wurde, aufgegeben: das &#8222;M\u00fchlensterben&#8220; schien im Raum Langenhagen sein letztes Opfer gefunden zu haben. Jedoch konnte durch die Bem\u00fchungen des Eigent\u00fcmers und durch das Eintreten der Gemeinde Kaltenweide sowie der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte der Volkshochschule Langenhagen der zu erwartende bauliche Verfall aufgehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>1972 wurde der Mahlkasten, das ist das eigentliche M\u00fchlenhaus mit Zuschuss von \u00f6ffentlichen Mitteln neu verbreitert.. 1983 schlo\u00df der Eigent\u00fcmer mit der Stadt Langenhagen, in deren Gebiet die M\u00fchle durch die Gebiets- und Verwaltungsreform von 1974 zum stehen kam, einen Vertrag, der einerseits eine Bezuschussung der baulichen Erhaltung der M\u00fchle regelt, andererseits die Verpflichtung des Eigent\u00fcmers begr\u00fcndet, die M\u00fchle f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zur Besichtigung freizugeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Besichtigungszeiten der Bockwindm\u00fchle Kaltenweide<br>sonntags von 10:00 &#8211; 12:00 Uhr<br>und nach Vereinbarung<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Obwohl die Bockwindm\u00fchle Kaltenweide in ihren wesentlichsten Teilen aus dem Anfang de 17. Jahrhunderts stammt und damit eine der \u00e4ltesten unter den erhaltenen Windm\u00fchlen in Norddeutschland ist, spiegelt sie, wie sie heute vor uns steht die Geschichte von vier Jahrhunderten M\u00fchlenbau und M\u00fchlenwesen wieder. Die technischen Fortschritte, insbesondere seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, f\u00fchrten dazu, dass neben anderen Ver\u00e4nderungen einige Teile, die der Witterung und dem Verschlei\u00df beim Lauf der M\u00fchle ausgesetzt waren, nicht in der urspr\u00fcnglichen Holzkonstruktion erneuert wurden, sonder in Eisen, n\u00e4mlich das Triebrad (auch Bunker genannt), der Wellenkopf und (seit der letzten Erneuerung 1983) die Brustst\u00fccke der Fl\u00fcgel. Besonders augenf\u00e4llig ist die technische Entwicklung der Sackwinde.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der alten Winde, die an das R\u00e4derwerk der M\u00fchle gekoppelt ist, also auch vom Drehen der Fl\u00fcgel im Wind abh\u00e4ngig ist, steht die durch einen Elektromotor betriebene eiserne Winde. Gerade diese \u00c4nderungen sind es jedoch, die erkennen lassen, das wir es bei der Bockwindm\u00fchle Wagenzelle mit einem Werk zu tun haben, dass in vier Jahrhunderten seinen Zweck in Anpassung an die jeweilige Entwicklung erf\u00fcllte und heute als eines der wichtigsten technischen Denkmale im Raum Hannover uns einen Eindruck in die Meisterschaft alter Handwerker und in die f\u00fcr das Leben fr\u00fcheren Zeiten so gro\u00dfe Bedeutung des M\u00fchlenwesens vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Text w\u00fcrde einem im j\u00e4hr 2010 gestalteten Flyer entnommen, der bei einer M\u00fchlenf\u00fchrung ausgegeben wird bzw. in der Bockwindm\u00fchle ausliegt. Herausgeber des Flyers ist der Eigent\u00fcmer der Bockwindm\u00fchle Kaltenweide &#8211; Dieter Holzhausen<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eigent\u00fcmer der Bockwindm\u00fchle:<\/strong><br>Dieter und Charlotte Holzhausen<br>M\u00fchlenweg 10<br>30855 Langenhagen<br>Telefon: 0511 &#8211; 777 481<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heute im Ortsteil Wagenzelle der zur Stadt Langenhagen geh\u00f6rigen Ortschaft Kaltenweide stehende M\u00fchle ist nach der Inschrift im Hausbaum im Jahre 1602 durch Hans Wolders gebaut worden. 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