Grundschule Kaltenweide: Antwort der Stadtverwaltung auf BfK-Anfrage

Nachfolgend Veröffentlichen wir den vollständigen Wortlaut der Antwort der Stadtverwaltung, die wir auf unsere Anfrage vom 17.01.2016 (Grundschule Kaltenweide: Kein Platz für weitere Schüler) erhalten haben.

Nachfolgend Veröffentlichen wir den vollständigen Wortlaut der Antwort der Stadtverwaltung, die wir auf unsere Anfrage vom 17.01.2016 (Grundschule Kaltenweide: Kein Platz für weitere Schüler) erhalten haben.

 


 

Vorab eine kurze Korrektur zu den einleitenden Ausführungen im Anschreiben:

Die Stadtverwaltung hat bereits vor Weihnachten vorsorglich, ohne Wissen um ganz konkrete Zahlen, aber die Entwicklung ahnend, entschieden einen Standort für zwei modulare Klassenräume auf oder in unmittelbarer Nähe der GS zu prüfen. Im Gespräch am 14.01. wurde dieses Ansinnen mit der Schulleitung rückgekoppelt und positiv unterstützt.

 

  1. Können Sie uns bestätigen, dass die von uns beschriebene Situation an den Grundschulen Kaltenweide und Krähenwinkel eingetreten ist?

    1. Wenn ja, welche konkreten kurz- und mittelfristigen Maßnahmen erwägt die Verwaltung der Stadt Langenhagen zur Entspannung der Situation? Bis wann sollen diese Umgesetzt werden?

    2. Wenn nein, wie ist die Situation aus Sicht der Verwaltung?

      Nach den letzten Anmeldezahlen sind für die GS Kaltenweide 125 und für die GS Krähenwinkel 32 Kinder angemeldet. Da es sich um einen gemeinsamen Schulbezirk handelt, stehen insgesamt 156 Plätze für 157 Kinder zur Verfügung.
      Als Übergangslösung soll eine Containeranlage aufgestellt werden, die Platz für zwei Klassen bietet. Verschiedenen Standortalternativen werden noch geprüft. In diesem Jahr wird für die ersten Klassen ein Raum benötigt. Damit können alle bisher in Kaltenweide angemeldeten Kinder dort beschult werden, und es stehen für Klassenwiederholer und Zuziehende weitere 5 Plätze zur Verfügung. Ein weiterer Raum ist vorsorglich mit eingeplant. Er könnte als zusätzlicher Klassenraum genutzt werden, wenn ein 5. Zug auch im Schuljahr 2017/2018 erforderlich werden sollte. Parallel zur Errichtung der modularen Klassenräume werden die Planungen für eine bauliche Erweiterung der Schule aufgenommen.

       

  2. Welche Alternativen stehen Eltern zur Verfügung, deren Kinder weder an der Grundschule Kaltenweide noch an der Grundschule Krähenwinkel eingeschult werden können.

    Die Stadt wird allen Kindern des 1. Jahrgangs, die dies wünschen, in Kaltenweide oder Krähenwinkel Plätze zur Verfügung stellen. Daneben besteht in bestimmten Fällen, z.B. beim Wunsch nach Besuch einer Ganztagsschule, die Möglichkeit, einen Antrag auf Beschulung in einem anderen Schulbezirk zu stellen.

  3. Liegen der Verwaltung der Stadt Langenhagen konkrete Zahlen vor, welche Schülerzahlen in Kaltenweide auch bedingt durch Neubauten, Neuerschließungen, Flüchtlinge etc. in den nächsten 3 – 5 Jahren erwartet werden?

    Die Stadt Langenhagen rechnet mit einer Software der Hildesheimer Planungsgruppe jährlich neue Bevölkerungsprognosen für die Gesamtstadt und auch kleinere Prognosebezirke wie zum Beispiel Kaltenweide. Bautätigkeiten (insbesondere die im Weiherfeld) und Wanderungsbewegungen innerhalb der Stadt bzw. in die Stadt werden in den Prognosen berücksichtigt. Um die Sicherheit zu erhöhen werden auch Vergleiche zu anderen Prognosen (Region Hannover, Bertelsmann Stiftung, …) angestellt. Flüchtlingszahlen müssen (abstrakt) eingeplant werden, können aber nicht konkret beziffert werden, da nicht feststeht, ob und wie viele Flüchtlingskinder in welchem Alter nach Langenhagen kommen und in welchem Schulbezirk sie untergebracht werden können. Die bisherige Prognose wird zurzeit überarbeitet. Dazu werden aktuelle Bevölkerungsdaten vom 31.12.2015 verwendet. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte März 2016 vorliegen.

  4. Welche konkreten und langfristigen Maßnahmen plant die Verwaltung der Stadt Langenhagen um die Situation an der Grundschule Kaltenweide zu verbessern. Welchen Zeitraum hat die Verwaltung der Stadt Langenhagen zur Umsetzung der Maßnahmen vorgesehen.

    Das Aufstellen von modularen Klassenräumen bedeutet, dass für einen etwaigen 5. Zug im nächsten/übernächsten Schuljahr vorgesorgt ist. Das Kinderhaus wird Hortgruppen aufnehmen, so dass u.a. die bisher vom Hort in der Schule genutzten Räume frei werden. Für eine mittelfristig wirksame Lösung werden die Option eines Anbaus bzw. andere bauliche Lösungen geprüft.

  5. Welche Pläne zur Wandlung der Grundschule Kaltenweide in eine Ganztagsschule verfolgt die Verwaltung der Stadt Langenhagen und welcher Zeitplan steht dahinter?

    Die Umwandlung der Schule in eine Ganztagsschule ist erst dann möglich, wenn das Kinderhaus fertiggestellt sein wird. Eine weitere Voraussetzung ist die Vorlage eines Konzepts durch die Schule.

  6. Liegen der Verwaltung der Stadt Langenhagen, konkrete Zahlen vor, wie viele Ganztagsplätze in den kommenden 3 – 5 Jahren benötigt werden?

    Der Hortbedarf wird in der Kindertagesstättenbedarfsplanung mit ermittelt. Wenn neue Datengrundlagen vorliegen (s. Antwort zu Frage 3) werden die Bedarfszahlen aktualisiert.

    1. Wenn ja: Wie wurden die Zahlen ermittelt? Wie hoch ist der Bedarf der besteht?

    2. Wenn nein: Warum erhebt die Verwaltung der Stadt Langenhagen die Zahlen nicht?

  7. Welche Pläne zum Ausbau der Hortbetreuung in Kaltenweide verfolgt die Verwaltung der Stadt Langenhagen innerhalb der nächsten 3 – 5 Jahren und welcher Zeitplan steht hinter den Plänen?

    Die Verwaltung setzt darauf, dass auch die Grundschule Kaltenweide zu einer Ganztagsschule umgewandelt wird. In diesem Fall werden die noch bestehende Betreuungs-gruppe und ein Teil der Hortgruppen nicht mehr erforderlich sein. Ein Ausbau der Hortbetreuung ist nicht vorgesehen, da der Rat der Stadt Langenhagen für die Ver-sorgung von Grundschulkindern mit Hortplätzen eine Versorgungsquote von 15 % vorgesehen hat, die derzeit überschritten wird.

  8. Wie schreiten die Planungen und die Umsetzung des bereits vor Jahren angekündigten Kinderhauses in Kaltenweide voran?

    Der Vorentwurf ist nach Abstimmung mit den künftigen Nutzer fertiggestellt, das Baugenehmigungsverfahren kann voraussichtlich im April beginnen, die Ausschreibungen im Herbst.

  9. Wann ist mit dem Baubeginn des Kinderhauses zu rechnen?

  10. Wann kann das Kinderhaus erstmals genutzt werden?

    Wenn es nicht zu unvorhergesehenen Verzögerungen kommt (z.B. wetterbedingt), ist mit einer Fertigstellung Ende 2017 zu rechnen.

  11. Wie viele Kinder können in dem Kinderhaus betreut werden?

  Es sollen dort 3 Hortgruppen mit insgesamt 60 Kindern untergebracht werden. Ein weiterer großer Raum ist für die Schule vorgesehen.


 

 

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